Emily Elizabeth Dickinson (* 10. Dezember 1830 in Amherst, Massachusetts; † 15. Mai 1886 ebenda) gilt als bedeutende US-amerikanische Dichterin. Ihre Gedichte, erstmals 1890 nach ihrem Tod veröffentlicht, scheinen stilistisch vielfach ins 20. Jahrhundert vorzugreifen.
Emily Dickinson war eines von drei Kindern des Politikers Edward Dickinson (1803–1874) und seiner Frau Emily Norcross (1804–1882), die am 6. Mai 1828 geheiratet hatten. Ihre Geschwister waren William Austin Dickinson (1829–1895, genannt „Austin“) und Lavinia Norcross Dickinson (1833–1899, genannt „Vinnie“). Emily Dickinson verbrachte ihr gesamtes Leben in Amherst, Massachusetts. Sie entstammte einer alteingesessenen, calvinistischen Familie. Ihr Vater war Rechtsanwalt und Schatzmeister des Amherst College, das ihr Großvater gegründet hatte, sowie zeitweise auch Kongressabgeordneter. Emily besuchte die Amherst Academy (1840–1847), wo sie Unterricht in klassischer Literatur, Latein, Geschichte, Religion, Mathematik und Biologie erhielt.[1] Danach wechselte sie auf das Mount Holyoke Female Seminary (1847–1848), eine konservativ-evangelikale Schule für Mädchen. Dort fiel sie ihren Lehrern durch ihre Intelligenz auf. Sie war physisch und psychisch anfällig und brach die Schule nach einem Jahr ab.
Quelle: Wikipedia